Donnerstag, 20.06.2019 23:38 Uhr

Bayern siegt sich mit 5:1 gegen Frankfurt zum Meistertitel

Verantwortlicher Autor: SE München, 18.05.2019, 17:26 Uhr
Presse-Ressort von: SE Bericht 4237x gelesen

München [ENA] Der FC Bayern München ist zum 29. Male Deutscher Meister. Mit einem souveränen 5:1 Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt feierte der Deutsche Rekordmeister seinen siebten Titel in Serie erstmalig in der heimischen Allianz Arena. Gleichzeitig rettet Eintracht Frankfurt am Ende einer tollen Saison Dank eines Mainzer Siegs gegen Hoffenheim mit Platz 7 die Qualifikation für das Europa League.

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der Bundesligasaison 2019/20 war sowohl für Bayern München als auch Eintracht Frankfurt mit Spannung versetzt: Bayern (75 Punkte) benötigte mindestens einen Punkt, um unabhängig von dem Ausgang des Parallelspiels zwischen Borussia Mönchengladbach (55) und Borussia Dortmund (73) Deutscher Meister zu werden. Für die zuletzt strauchelnde Eintracht (54) hingegen boten sich mehrere Szenarien, denn von Platz vier und der Champions League-Qualifikation bis zu Platz 8 und damit gar das verspielen der Europa League-Teilnahme war alles möglich.

Vor dem Spielbeginn wurden zunächst die verdienten Bayern-Spieler Rafinha, Arjen Robben und Franck Ribery verabschiedet. Eine mögliche Wehmütigkeit nahm das Team von FCB-Trainer Niko Kovac jedoch nicht mit in die Begegnung. Es dauerte keine vier Minuten, bis die Gastgeber erstmalig gefährlich vor das Tor der Eintracht kamen und direkt einnetzen. Zunächst legte Robert Lewandowski im Zentrum quer auf Thomas Müller, der auf der linken Seite mit einem Pass in die Tiefe Kingsley Coman freispielte. Ca. 14 Meter vor dem Tor blieb „King“ ruhig und schob den Ball in das lange Eck.

Der Druck des FC Bayern München auf die Frankfurter Defensive ließ ob der Führung keineswegs nach. Innerhalb der nächsten zehn Minuten konnte sich das Team von Eintracht-Trainer Adi Hütter bei deren Keeper Kevin Trapp bedanken, dass nicht das zweite oder dritte Gegentor fiel. Serge Gnabry, David Alaba und Lewandowski waren nah dran, im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bereits in der ersten Viertelstunde für eine Vorentscheidung zu sorgen. Nach der rasanten Anfangsphase der Münchener nahmen diese etwas Konsequenz aus dem hohen Pressing raus, sodass die Eintracht etwas Luft holen konnte.

Eine knappe halbe Stunde war gespielt, da zappelte der Ball erneut im Tornetz der Adler. Aus der eigenen Hälfte heraus sah David Alaba den auf Höhe der Mittellinie stehenden Lewandowski. Der Pole leitete auf den pfeilschnellen Gnabry weiter, welcher nach einigen Metern mit links von der Strafraumgrenze vollendet. Der Jubel der Roten klang bereits ab, da erhielt Schiedsrichter Sascha Stegemann ein Signal von seinem Kollegen Frank Willenborg aus dem Kölner Keller. Lewandowski stand beim Abala-Pass tatsächlich Zentimeter in der gegnerischen Hälfte im Abseits, sodass das Tor zu Recht zurückgenommen wurde.

Wenige Minuten später klärte Eintrachts Jonathan de Guzman erst spektakulär per Grätsche im eigenen Sechszehner an den Querbalken, anschließend war es erneyut der starke Trapp, der per Fußabwehr einen Müller-Abschluss parierte. Klar dominierende Bayern verpassten es also in der ersten Halbzeit gegen ungeordnete und zerfahrende Frankfurter den Sack frühzeitig zuzumachen, sodass es mit dieser knappen Führung in die Kabine ging.

Dieser Ausgleich wirkte für die schläfrig aus der Kabine gekommenen Bayern wie ein Wecker. Möglicherweise aufkommende Zweifel an einer Titelverteidigung erstickten der FC Bayern München im Keim. Drei Minuten nach dem Ausgleich konnte Eintracht-Schlussmann Trapp einen Flachschuss von Müller aus ca. 18 Metern nur nach vorne abwehren. Linksverteidiger Abala reagierte am schnellsten und schob zur erneuten Bayern-Führung ein.

Wiederum nur fünf Minuten später die Entscheidung in diesem Spiel – und im Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2018/19. In Ballbesitz seiend zog Coman die Aufmerksamkeit der Eintracht-Defensive auf sich und legte dann in die linke Gasse auf den eingewechselten Renato Sanches. Per Körpertäuschung und Haken verschaffte sich der junge Portugiese Platz und schloss in das lange rechte Toreck ab.

Zwischenzeitlich hatte Coach Kovac auch die eine Bayern-Ära geprägten Franck Ribery und Arjen Robben in deren letzten Heimspiel eingewechselt. Und der Fußball schreibt immer wieder wunderschöne Geschichten: Nach gut 70 Minuten legte der Franzose auf der linken Seite den Turbo ein und dribbelte in seiner unnachahmlichen Art in den Strafraum. Äußerst sehenswert chippte Ribery den Ball zum 4:1 an Trapp vorbei. Doch noch nicht genau Happy End. 78. Spielminute, da legte Alaba nach Lewandowski-Pass quer vor dem Frankfurter Kasten auf Robben, der keine Probleme hatte sich selbst ein Abschiedsgeschenk zu machen und auf 5:1 zu stellen.

Anschließend beruhigte sich das Spiel wieder etwas und die Feierlichkeiten konnten entspannt vorbereitet werden. Der FC Bayern München ist nach einer Schwächephase im Herbst letzten Jahres erneut Deutscher Fußballmeister. Neben den Bayern-Verantwortlichen und -Fans konnten kurz vor Spielende aber auch die Eintracht-Fans einstimmen. Denn parallel drehte der 1. FSV Mainz zuhause gegen die TSG Hoffenheim das Spiel, sodass die Frankfurter mit Platz 7 erneut für die Europa League qualifiziert sind.

Der FC Bayern München hat am Samstag, 26. Mai 2019, ab 20 Uhr im Berliner Olympiastadion noch die Chance, sich mit einem Sieg im DFB Pokalfinale gegen RB Leipzig das Double zu sichern – es wäre der 19. Triumph der Bayern im DFB Pokal. Nach der Sommerpause startet die Fußball Bundesliga am Wochenende 16. August bis 18. August 2019 in die 57. Spielzeit. Ein Wochenende zuvor ist die erste Hauptrunde des DFB-Pokals angesetzt. Eintracht Frankfurt muss aufgrund von Platz 7 bereits ab dem 25. Juli 2019 in der zweiten Qualifikationsrunde für die Europa League 2019/20 ran.

FC Bayern München: Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Goretzka, Thiago – Coman, Müller, Gnabry – Lewandowski / Eintracht Frankfurt: Trapp – Hinteregger, Hasebe, Abraham – da Costa, Fernandes, de Guzman, Kostic – Gacinovic – Rebic, Jovic / Tore: 4., Coman; 50., Haller; 53., Alaba; 58., Sanches; 72., Ribery; 78., Robben / Auswechslungen: 38., Sanches für Goretzka; 46., Haller für de Guzman; 61., Ribery für Coman; 64., Torro für Rebic; 67., Robben für Gnabry / Gelbe Karten: 36., Hinteregger; 52., Hasebe; 69., Thiago; 73., Ribery / Schiedsrichter: Stegemann, Pickel, Christ, Storks, Willenborg (Video) / Zuschauer: 75.000

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