Mittwoch, 24.07.2019 00:41 Uhr

Eintracht Frankfurt wahrt gegen Chelsea Chance aufs Finale

Verantwortlicher Autor: SE Frankfurt, 02.05.2019, 23:00 Uhr
Presse-Ressort von: SE Bericht 4694x gelesen

Frankfurt [ENA] Donnerstagabend, Flutlicht, ausverkauftes Stadion, fantastische Choreo und Chelsea London im Halbfinale der UEFA Europa League zu Gast – Was für ein Highlight für den Verein Eintracht Frankfurt, das Team und seine Fans! Und auch sportlich kann der Abend trotz eines Unentschieden als Erfolg gewertet werden. Denn mit dem 1:1 wahrt die Eintracht die Chancen auf den Einzug in das Finale in Baku.

Vor der Partie hatte das Team von Eintracht-Trainer Adi Hütter in der UEFA Europa League-Saison noch kein Heimspiel verloren. Neben den fünf Siegen gegen Lazio Rom, Apollon Limassol, Olympique Marseille, Schachtar Donzek und zuletzt Benfica Lissabon erkämpften sich die Frankfurter ein Unentschieden gegen Inter Mailand in der Commerzbank Arena. Aber auch Chelsea London kam mit einer beeindruckenden Serie nach Frankfurt. Denn die Blues verloren in dieser internationalen Spielzeit keines ihrer Auswärtsspiele. Mit entsprechender Spannung wurde das Aufeinandertreffen dieser beiden Team im Halbfinal-Hinspiel erwartet.

Im Vergleich zum 0:0 im Bundesliga-Heimspiel am vergangenen Samstagnachmittag gegen Hertha BSC Berlin brachte Hütter den wiedergenesenden Mijat Gacinovic den gelbgesperrten Ante Rebic und Simon Falette für Jonathan de Guzman. Auf der anderen Seite musste Chelsea-Coach Maurizio Sarri seine Innenverteidigung unfreiwillig umstellen, da sich der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger am Wochenende beim Auswärtsspiel im Old Trafford zu Manchester schwer am Meniskus verletzte und auch Gary Cahill mit Achillessehen-Beschwerden ausfiel.

Von Spielbeginn an wurde deutlich, dass sich die Eintracht weder von dem Namen Chelsea, dem Star-Ensemble auf dem Platz noch der Bedeutung des Spiel beeindrucken lies. Auch wenn die Blues in den ersten Minuten mehr vom Spiel hatten, fanden die Frankfurter besser in das Spiel als zuletzt noch gegen die Hertha und konnten das Spiel im weiteren Verlauf ausgeglichen gestalten. Folglich um die 20. Minute herum die ersten beiden guten Chancen der Eintracht. Zunächst konnte Chelsea-Torhüter Kepa eine Hereingabe von Danny da Costa vor dem zum Einschuss bereiten Luka Jovic abfangen. Nur wenige Minuten traf David Abraham den Ball nach einem Freistoß von Filip Kostic nicht richtig, sodass sein Abschluss von halbrechts über das Gehäuse segelte.

In der 23. Spielminute dann die mittlerweile durchaus verdiente Führung für die Hausherren. Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte zogen die Adler auf der linken Seite über Kostic zielstrebig nach vorne. Dessen Hereingabe in den Strafraum fand den von Chelsea-Verteidiger David Luiz aus den Augen gelassenen Frankfurter Shootingstar Luka Jovic, der den Ball per Kopf aus gut zwölf Metern für Kepa unhaltbar genau neben den langen Pfosten platzierte.

Chelsea London erhöhte daraufhin das Tempo in ihren Offensivaktionen. Nach gut 40 Minuten der bis dahin beste Torabschluss der Blues. Von der linken Angriffsseite zog Ruben Loftus-Cheek nach Innen und verfehlte mit seinem Flachschuss von Höhe der Strafraumgrenze nur Zentimeter den linken Pfosten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff der Ausgleich für Chelsea. Einen Eckball von rechts konnte die Frankfurter Defensive nicht klären, sodass der Ball über mehrere Kontakte bei Blues Stürmer Pedro landete. Dieser fackelte nicht lange und schob aus knapp 15 Metern zentraler Position flach in das rechte Eck ein.

Die Gäste aus London kamen konzentrierter und im Umschaltspiel zielstrebiger aus der Kabine. Eine Stunde war gespielt, da rettet Eintracht-Keeper Kevin Trapp in Kombination mit dem Querbalken die Frankfurter vor dem Rückstand. Einen direkten Freistoß von David Luiz aus gut 20 Metern lenkte der verlässliche Adler-Rückhalt mit den Fingerspitzen an die Latte, von der das Spielgerät ins Toraus sprang. Auch in der Folge blieb Chelsea die aktivere und spielbestimmende Mannschaft. Eintracht Frankfurt hingegen konnte sich nur selten per kontrollierten Spielaufbau aus der eigenen Hälfte befreien.

Nachdem die Blues eine Vielzahl guter Tormöglichkeiten liegen ließen, bekam die Eintracht, deren Einsatzbereitschaft über die gesamten 90 Minuten stimmte, eine Viertelstunde vor Spielende erstmalig in der zweiten Halbzeit wieder Zugriff zum Spiel. Als Konsequenz ergaben sich nach langer Zeit wieder gute Chancen der Frankfurter vor dem Tor von Chelseas Kepa. Wie auf der anderen Seite Angriffsseite auch, konnte die jeweilige Verteidigung im letzten Moment ein Bein dazwischen bekommen bzw. fehlte das Quäntchen Glück. Somit blieb es im Halbfinal-Hinspiel bei dem letztendlich leistungsgerechten 1:1 Unentschieden.

Die Entscheidung über den Einzug in das Finale der UEFA Europa League 2019 im Olympiastadion von Baku am 29. Mai 2019 fällt bereits nächste Woche Donnerstag in London. An der Stamford Bridge benötigt Eintracht Frankfurt dann allerdings eine mindestens genauso starke Leistung wie im Hinspiel, um auch Chelsea London niederzuringen –jeder Sieg sowie ein Unentschieden ab 2:2 reicht der Eintracht – und der Traum-Reise durch Europa das i-Tüpfelchen aufzusetzen. Zuvor steht bereits am Sonntag ein nicht minder wichtiges und schweres Auswärtsspiel auf dem Programm. In der Fußball-Bundesliga geht es für die Eintracht im direkten Duell um die Qualifikation für die Champions League zum wiedererstarkten Werksklub Bayer 04 Leverkusen.

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – da Costa, Fernandes, Rode, Falette – Gacinovic – Kostic, Jovic / Chelsea London: Kepa – Emerson Palmieri, Davic Luiz, Christensen, Azpilicueta – Kante, Jorginho, Loftus-Cheek – Willian, Giroud, Pedro Rodriguez / Tore: 23., Jovic; 45., Pedro Rodriguez / Auswechslungen: 62., Hazard für Willian; 72., Paciencia für Fernandes; 82., Kovacic für Loftus-Cheek; 90., Williems für Gacinovic / Gelbe Karten: 19., Christensen; 58., Hasebe; 61., Fernandes / Schiedsrichter: Del Cerro Grande, Yuste, Alonso, Manzano (Torrichter), Sanchez (Torrichter), Cabanero (4. Schiedsrichter) / Zuschauer: 48.000

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