Montag, 24.09.2018 05:57 Uhr

Hertha BSC gewinnt 3:0 bei Eintracht Frankfurt

Verantwortlicher Autor: SE Frankfurt, 21.04.2018, 17:47 Uhr
Presse-Ressort von: SE Bericht 4845x gelesen

Frankfurt [ENA] Auf den Einzug in das DFB Pokal-Finale folgt für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga ein herber Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze. Die Frankfurter starteten überlegen, nutzen allerdings die sich ihnen bietenden Torchancen nicht. Mit einem umstrittenen Elfmetertreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit bogen die Berliner auf die Siegerstraße ein und entschieden das Spiel am Ende etwas glücklich mit 3:0.

Nach dem erfolgreichen DFB-Pokal-Halbfinale am Mittwoch, 18. April 2018, auf Schalke und dem damit verbundenen Einzugs in das Finale am 19. Mai 2018 in Berlin gegen den Deutschen Meister Bayern München rotierte Eintracht-Trainer Niko Kovac auf fünf Positionen: Chandler, da Costa, Gacinovic, Barkok und Haller standen für die angeschlagenen Boateng und Wolf bzw. für Mascarell, Willems und Fabian (alle drei auf der Bank) in der Startelf. Auch Berlins Trainer Pal Dardai brachte im Vergleich zum 2:1 Heimsieg gegen Köln in der Vorwoche vier Neue von Anfang an: Für Stark, Weiser, Kalou und Ibisevic begannen Torunarigha, Pekarik, Duda und Leckie.

Die ersten Minuten waren von gegenseitigem Abtasten geprägt. In der neunten Minute die erste gute Chance für die Eintracht. Einen Frankfurter Flügelwechsel lenkte Herthas Leckie unglücklich direkt in den Lauf von Eintracht-Stürmer Jovic ab. Dessen Torschuss aus ca. 15 Metern zentraler Position strich jedoch knapp über den Querbalken. In der Folge hatten die Hausherren mehr vom Spiel und in der 19. Spielminute die zweite gute Gelegenheit in Führung zu gehen.

Erneut half die Herthaner Defensive bei der Kreation der Tormöglichkeit mit. Ein ungenauer Rückpass von Berlins Rekik auf seinen Torhüter Jarstein landete kurz vor der rechten Torauslinie im Sechszehner bei Frankfurts Jovic. Mit Übersicht spielte dieser seinen Mitspieler Gacinovic im Rückraum frei. Gacinovic überlegter Abschluss sprang allerdings von der Unterkante der Latte klar vor die Torlinie zurück ins Spiel.

Fünfundzwanzig Spielminuten waren vergangen, bis Hertha BSC die erste sehr gute Torgelegenheit für sich verbuchen konnte. Zunächst setzte sich Berlins Leckie im Strafraum gegen Eintrachts Chandler durch, legte sich den Ball anschließend allerdings zu weit vor, sodass Frankfurt Schlussmann Hradecky entscheidend eingreifen und klären konnte. Auch wenn Eintracht Frankfurt in der Offensive immer wieder vereinzelte Nadelstiche setzen konnte, waren die torlosen ersten 45 Minuten in Bezug auf die Spielanteile ausgeglichen.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine und auch das Spiel blieb ähnlich ausgeglichen wie vor der Pause. In der 55. Minute der erste gut vorgetragene Konter der Hertha. Selke wurde mit einem hohen Pass aus dem Mittelfeld an der Strafraumgrenze angespielt. Nachdem Selke den Ball kontrollieren konnte, kam er im Zweikampf mit Frankfurts Defensivmann Hasebe zu Fall. Schiedsrichter Stegemann entschied direkt auf Strafstoß für die Gäste, wurde jedoch von Video-Assistent Dr. Drees auf die Überprüfung seiner Entscheidung hingewiesen. Auch nach Begutachtung der TV-Bilder blieb Stegemann bei seiner - zumindest diskutablen - Entscheidung. Den folgenden Strafstoß verwandelte der gefoulte Selke flach in die Mitte zum 1:0 für Hertha BSC.

Auch wenn die Eintracht insgesamt spielbestimmend blieb, fehlten in der Offensive die notwendige Kreativität und Überzeugung gegen mittlerweile hoch verteidigende und clever verschiebende Berliner. Knapp zehn Minuten vor Ende der Partie ein doppelter Rückschlag für Eintracht Frankfurt. Nachdem Gacinovic in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor, spielte Herthas eingewechselter Kalou seinen Sturmpartner Selke gegen aufgerückte Frankfurter frei. Allein Torwart Hradecky zulaufend behielt Selke die Nerven und verwandelte zum 2:0. Nur zwei Minuten später Platzverweis für Eintrachts Hasebe, der ein taktisches Foul von Selke noch in der Aktion mit einem Ellbogenschlag in Selkes Gesicht kommentierte.

Frankfurt tat sich weiter schwer, hatte allerdings in der 84. Spielminute noch eine sehr gute Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Sebastien Haller tauchte nach Lupfer von Fabian frei an der Sechszehnmeterlinie auf, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend unter Kontrolle bringen und rutschte zum Schluss der Szene auch noch unglücklich weg. Kurz vor Ende des Spiels dann das 3:0 für die Berliner. Herthas Kalou setzte sich stark auf der linken Seite gegen Frankfurts Abraham durch, behielt die Übersicht und bediente den mitgelaufenen Esswein. Der zuvor für Selke eingewechselte Esswein schob die gute Vorarbeit sehenswert aus ca. zehn Metern mit dem Außenrist ins lange rechte Eck zum Endstand ein.

Frankfurt: Hradecky – Hasebe, Abraham, Russ – de Guzman, da Costa, Chandler, Barkok, Gacinovic – Jovic, Haller / Hertha: Jarstein – Pekarik, Rekik, Torunarigha, Plattenhardt – Darida, Skjelbred, Lazaro, Duda, Leckie – Selke / Tore: 58.,Selke; 77., Leckie; 90. Esswein / Auswechslungen: 40.,Mascarell für de Guzman; 58.,Kalou für Duda; 60., Fabian für Barkok; 66., Willems für Russ; 85., Esswein für Selke; 88., Lustenberger für Rekik / Gelb: 75., Mascarell; 81., Selke / Rot: 79. Hasebe / Referee: Stegemann, Fischer, Pickel, Winkmann, Dr. Drees (Video) / Zuschauer: 51.000

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