Freitag, 18.10.2019 23:24 Uhr

Nur ein Punkt für Eintracht Frankfurt gegen Bremen

Verantwortlicher Autor: SE Frankfurt, 06.10.2019, 20:50 Uhr
Presse-Ressort von: SE Bericht 2113x gelesen

Frankfurt [ENA] Zum Abschluss des 7. Spieltags der Fußballbundesliga hatte Eintracht Frankfurt am Sonntagabend Weder Bremen zu Gast. In der Frankfurter Commerzbank Arena sahen 51.500 eine sehr gute Partie mit klaren spielerischen Vorteilen und Chancenplus für die Eintracht. Nichtsdestotrotz reichte es für die Frankfurter am Ende nur zu einem 2:2 Unentschieden, welches keinem der Teams in der Tabelle wirklich weiterhilft.

Die erste Chance durften die Gäste aus Bremen in der 7. Spielminute für sich verzeichnen. Nach Unstimmigkeiten zwischen dem für den verletzten Kevin Trapp im Tor stehenden Eintracht-Keeper Frederik Rönnow und Martin Hinteregger eroberte Werders Lenardo Bittencourt das Leder. Bittencourts Rückpass an die Strafraumgrenze nahm Maximilian Eggestein direkt, setzte den Ball jedoch an den kurzen rechten Außenpfosten.

Ende der aktiven Anfangsviertelstunde die erste gute Gelegenheit für Frankfurt. Bei einer Andre Silva-Flanke aus dem linken Halbfeld gewann Goncalo Paciencia das Kopfballduell gegen die Bremer Verteidigung, platzierte den Ball jedoch über den Querbalken. Nur fünf Minuten später die nächste dicke Tormöglichkeit für die spielbestimmende Eintracht. Nach einer schönen Kombination auf rechts zwischen Sebastian Rode und Paciencia kam Daichi Kamada im Strafraum zu Abschluss. Weders Schlussmann Jiri Pavlenka hatte Glück, dass das Spielgerät von seiner ausgefahrenden Hand aus an die Latte sprang und in der Folge geklärt werden konnte.

Knapp eine halbe Stunde war gespielt, da zappelte der Ball im Tor. Einen Bremer Konter parierte Eintrachts Rönnow zunächst stark gegen Joshua Sargent, wonach Bittencourt die Latte und dann Frankfurts Almamy Toure traf. Dessen Abpraller landete jedoch vor dem freistehenden Davy Klaassen, der keine Probleme hatte aus ca. fünf Metern zum etwas schmeichelhaften 1:0 Gästeführung zu vollenden. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeit.

Wenigen Sekunden war der zweite Durchgang alt, da hatte das Gros der 51.500 Zuschauer den Torschrei zum Ausgleich auf den Lippen. Eine Toure-Flanke von rechts brachte der hochgestiegene Paciencia per Kopf mit Wucht auf dem Kasten. Weders Torhüter Pavlenka klärte jedoch bärenstark auf der Linie per Handreflex. Auch in dieser Begegnung kam der Video Assistent zum Einsatz. Paciencia wurde im Gästesechszehner durchaus strafstoßwürdig zu Fall gebracht. Schiedsrichter Guido Winkmann entschied auf weiterspielen und Eckball, wurde jedoch von seinem Video-Kollegen Felix Zwayer zur Seitenlinie vor den Monitor gebeten. Bei Sichtung der Wiederholung erkannte Winkmann vor der kritischen Zweikampfszene eine Abseitsposition.

In der 55. Spielminute belohnte Frankfurts Rode die starke Eintracht mit dem Ausgleich – und zwar wie. Von Höhe der Strafraumlinie nahm Rode den Ball nach einer Ecke aus der Luft und hämmerte das Leder für Pavlenka unhaltbar halbhoch in das lange Eck. Ein absolut sehenswerter und verdienter Treffer für die spielbestimmenden Hausherren. Eintracht Frankfurt blieb in der Folge dran, dominierte das Spiel und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche. Einzig was Eintracht-Trainer Adi Hütter seinem tollen Team an diesem Sonntagabend vorwerfen musste, war die unzureichende Chancenverwertung. Trotz weiterer guter Gelegenheiten verpassten es die Frankfurter, ihre Überlegenheit in etwas Zählbares umzuwandeln.

Kurz vor Schluss dann doch die Führung für Eintracht Frankfurt. Erneut setzte sich Paciencia im Zentrum im Kopfballduell durch und brachte den Ball auf das Weder-Tor. Pavlenka war in das rechts Toreck abgetaucht, konnte den Ball jedoch nur zurück in das Spielfeld abwehren. Silva stand goldrichtig und schob zum 2:1 ein.Anstatt den Dreier sicher einzutüten, boten die Frankfurter den Bremern noch mal eine Konterchance. Nachdem Rönnow einen Milot Rashica-Schuss zur Seite abwehrte, kam Makoto Hasebe gegen Klaassen zu spät und räumte diesen per Grätsche im Sechszehner ab. Den fälligen Strafstoß verwandelte Rashica sicher gegen Rönnow zum für die Eintracht enttäuschenden bzw. die Bremer glücklichen 2:2 Endstand.

Aufgrund der Länderspiel-Pause mit Begegnungen der Deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Argentinien in Dortmund (09.10.2019) und dem EM-Qualifikationsspiel in Tallinn gegen Estland (13.10.2019) geht es für die Eintracht und Weder erst in zwei Wochen weiter. Zum Auftakt des 8. Bundesligaspieltags empfangen die Adler am Freitag, 18.10.2019, Bayer 04 Leverkusen. Anschließend ist am Donnerstagabend, 24.10.2019, ab 21 Uhr der belgische Vertreter Standard Lüttich in der UEFA Europa League zu Gast. Weder Bremen spielt am 19.10.2019 im heimischen Weserstadion gegen Hertha BSC Berlin.

Eintracht Frankfurt: Rönnow – Toure, Hasebe, Hinteregger – da Costa, Sow, Rode, Kostic – Kamada – Silva, Paciencia / Weder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Groß, Friedl – Sahin – Klaassen, M. Eggestein – Rashica, Bittencourt – Sargent / Tore: 27., Klaassen; 55., Rode; 88., Silva; 90., Rashica (Elfmeter) / Auswechslungen: 72., Goller für Sargent; 84., Bargfrede für Bittencourt; 84., Gacinovic für Kamada; 90., Lang für Klaassen / Gelbe Karten: 41., Hinteregger; 43., Rashica; 90., Hasebe / Schiedsrichter: Winkmann, Bandurski, Blos, Aarnink, Zwayer (Video) / Zuschauer: 51.500

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