Freitag, 16.11.2018 04:33 Uhr

Trainersuche bei FC Bayern - Warum nicht ein Übergang?

Verantwortlicher Autor: SE Frankfurt, 04.04.2018, 21:14 Uhr
Presse-Ressort von: SE Bericht 6130x gelesen

Frankfurt [ENA] In den vergangenen Tagen und Wochen wurde kaum ein Fußball-Thema in den Medien heißer diskutiert als die Trainerfrage beim Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München. Nach der Freistellung von Carlo Ancelotti hatte Jupp Heynckes aus Verbundenheit zum FC Bayern sowie seinem langjährigen Freund Uli Hoeneß seine Unterstützung bis zum 30. Juni 2018 – und nicht länger – zugesagt.

Allerdings wartete Uli Hoeneß mit einer „Charme-Offensive“ auf, woraufhin Jupp Heynckes zuletzt erneut klargestellt hat, dass ihn nichts von seiner für den Sommer 2018 geplanten Rückkehr auf seinen Bauernhof in Schwalmtal abhalten wird. Sicherlich, der zu Beginn der Bundesligasaison 2017/18 eingeführte Video-Assistent verfolgt Spieler, Schiedsrichter, Vereinsverantwortliche, Fans, Journalisten, (sogenannte) Experten, etc. seit nunmehr 28 Spieltagen.

Weitere wiederkehrende Diskussionen rangen sich um die ebenfalls zu dieser Saison neu eingeführten Montagsspiele – wohlgemerkt rein bezogen auf die erste 1. Bundesliga; in der 2. Liga finden Spielansetzungen am Montagabend bereits seit Jahren statt – und die allgemeine Kommerzialisierung des Profi-Fußballs. Die für die Zukunft des deutschen Vereinsfußballs – zumindest aus meiner Sicht –wichtige Diskussion über die sogenannte 50+1 Regel war im Vergleich in der breiten Öffentlichkeit dann eher ein zeitlich gesehen kurzes Strohfeuer. Ach ja, und wir haben 2018, da findet im Sommer ja auch noch eine Fußball-Weltmeisterschaft in Russland – parallel zu welchen politischen Aktualitäten und unter welchen Rahmenbedingungen auch immer – statt…

Aber zurück zu der seit Wochen heiß diskutierten Frage: Wer wird ab dem 01. Juli 2018 Trainer beim FC Bayern? Nachdem sich die Vereinsführung Angabe gemäß auf das essentielle Kriterium „deutschsprachig“ verständigt hat, werden folgende Kandidaten in den Medien favorisiert. Thomas Tuchel, vereinslos, hat aber Meldungen zur Folge bereits abgesagt. Joachim Löw, Trainer der Fußball-Nationalmannschaft, unter Vertrag beim DFB bis zur EM 2020. Ralph Hasenhüttl, aktueller Trainer bei RB Leipzig, Vertrag bis 30.06.2019. Lucien Favre, aktueller Trainer bei OGC Nizza, Vertrag bis 30.06.2019 mit angeblicher Ausstiegsklausel im Sommer 2018 für ca. drei bis fünf Mio. Euro. Niko Kovac, aktueller Trainer bei Eintracht Frankfurt, Vertrag bis 30.06.2019.

Wie bereits angemerkt wird derzeit über verschiedene Varianten diskutiert und spekuliert. Und zwar immer vor dem Hintergrund, dass eine Lösung für ab dem 01. Juli 2018 gefunden wird. Klar, dass muss es auch, denn Jupp Heynckes hört zum 30. Juni 2018 auf. Aber warum nicht eine Übergangs-Lösung für ein Jahr bis zum Sommer 2019? Denn eventuell könnte es ja im heutigen Fußball auch mal eine Spielart sein, laufende Verträge – siehe Vertragslaufzeiten der oben genannten Kandidaten – zu respektieren und einzuhalten. Und vor diesem Hintergrund ergibt sich eine für mich persönlich sehr gute weitere Option, die in der Öffentlichkeit nur ganz wenig bis gar keine (ich habe es ehrlich gesagt noch nirgends gehört oder gelesen) Beachtung findet.

Kurz und knapp: Die wohlverdienten Co-Trainer Hermann Gerland (seit Jahren im Verein und bekannt als Entdecker vieler junger Talente) und Peter Hermann (die rechte Hand von Jupp Heynckes und übernimmt die „operative Leitung“ vieler Trainingsaktivitäten) verlängern ihre Ende der Saison auslaufenden Verträge und bleiben. Entweder übernehmen sie für ein Jahr das Trainer-Ruder als Doppelspitze oder ihnen wird für die Öffentlichkeitsarbeit ein Mann wie Mehmet Scholl (sowohl als Spieler als auch als Trainer beim FC Bayern aktiv gewesen) „zur Seite“ gestellt.

Im Sommer 2019 wären Stand jetzt (!) mit Hasenhüttl, Favre und Kovac drei der – in der Öffentlichkeit – diskutierten Trainer-Kandidaten vertraglich ungebunden. Und auch bei Jogi Löw ist nicht auszuschließen, dass er bei einem frühzeitigen WM-Aus oder – was Fußball-Deutschland dann doch mehr erhofft – einer erfolgreichen Titelverteidigung im Sommer 2018 als National-Trainer vorzeitig freiwillig zurücktritt. In diesem Fall traue ich ihm nach einem Sabbat-Jahr die Kraft und das Interesse an einem Job als Vereinstrainer – bspw. beim FC Bayern – zu. Natürlich ist auch diese Variante reine Spekulation. Allerdings ist es mir ein Anliegen, diese in der Öffentlichkeit wenig bis gar nicht diskutierte Option kund zu tun. Sportliche Grüße, SE

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